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De Marktplatz mit Bücherei, Rathaus und Amtsgericht aus der Vogelperspektive

Wie soll die Stadt der Zukunft aussehen?

Der Weg vom Studenten zum Stadtplaner

Der Beruf des Stadtplaners ist ein Beruf mit Zukunft. Denn ohne Stadtplaner werden in Deutschland heutzutage keine Verkehrswege und Siedlungen mehr gebaut. Das Baugesetzbuch (BauGB) ist hier die wichtigste Rechtsquelle des Städtebaurechts. Seine Bestimmungen geben großen Einfluss auf die Bewohnbarkeit der Städte und Dörfer und definieren die wichtigsten stadtplanerischen Instrumente, die den Gemeinden zur Verfügung stehen. Das Ziel ist es, öffentliche und private Belange zu einen.

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Herr Krämer vor dem Flächennutzungsplan

Seit 1983 gestaltet Thomas Krämer als Stadtplaner das Bild von Bad Schwartau. Nun bereitet er sich gedanklich auf den Eintritt ins Rentenalter zum Ende dieses Jahres vor. Seine Stelle ist derzeit ausgeschrieben.

 

Das erste Projekt 

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Die Wirkungsstätte

von Thomas Krämer war der B-Plan Nr. 41/b, Tremskamp/Rudolf-Casten-Straße. Zuletzt beschäftigte ihn der neue Standort der Schwartauer Werke. Thomas Krämer hatte schon immer Spaß an der Entwicklung städtebaulicher Entwürfe bis zu seiner Umsetzung. Bei der Gestaltung eines Neubaugebietes, wie das zuletzt im Roggen- und Viertelkamp, gibt es viel zu bedenken. Sollte es ein Gewerbe-, ein Wohngebiet oder ein Gemisch aus beiden werden? Welche Wohnformen sollen entstehen? Sind Abstände zu evtl. vorhandenen Hochspannungsmasten einzuhalten? Sollen Kitas und Einkaufsmöglichkeiten mit bedacht werden? Viele Vorgaben kommen auch aus der Politik, die dann als erstes vom Bauamtsleiter und Stadtplaner in den Planentwurf umgesetzt werden. Den gilt es dann mit den externen Behörden, der Politik vor Ort und der Öffentlichkeit abzustimmen. 

Aber Städte entwickeln sich nicht nur nach außen hin. Auch nach innen sollte möglichst verdichtet werden, damit die Natur möglichst so belassen werden kann. Ein wichtiger Grundsatz der im Baugesetzbuch verankerten nachhaltigen Stadtentwicklung ist, mit Grund und Boden sparsam umzugehen und dabei vorrangig die Möglichkeiten der Innenentwicklung zu nutzen. In Bad Schwartau gibt es eine hohe Nachfrage nach Wohnbauflächen. Daher sollen innerhalb der Stadt verfügbare Flächen für eine Bebauung erschlossen werden. Die Stadt hat dafür eine Nachverdichtungsstudie erstellt, in der noch mögliche Wohnbaupotenziale im Stadtgebiet dargestellt sind. Und wenn eine Verdichtung in der Fläche nicht möglich ist, dann muss auch mal in die Höhe gebaut werden.

Dass Thomas Krämer kreativ ist, beweist er nicht nur in seiner täglichen Arbeit. Wenn er ab dem kommenden Jahr dann nicht mehr zeitlich gebunden ist, möchte er gelegentlich Bauherren, Architekten und Bauträger planungsrechtlich beraten und unterstützen, vor allem aber weiter Sport treiben und Spanisch lernen, um auf Reisen auf die Kanarischen Inseln oder nach Lateinamerika besser gerüstet zu sein, Kochkurse besuchen (einen Tappas-Kurs hat er schon absolviert), Theater spielen (schon jetzt wird im Theaterkurs in Lübeck fleißig geübt), eine Wandergruppe in Bad Schwartau oder Scharbeutz betreuen (von der Erstellung von Wanderrouten bis zur Wanderung selbst), bis hin zu Gitarre spielen und Trommeln. Ohne Terminplaner wird es wohl im (Un-) Ruhestand nicht gehen. 

Was muss ein Stadtplaner in der Bauverwaltung möglichst mitbringen?

Kreativität und Verhandlungsgeschick fallen ihm da sofort ein. Aber auch Kompetenz und Auskennen in den rechtlichen Vorschriften, und mit seinem Handwerkszeug, dem CAD und LANDCAD (Stadtbaumodul).

Und welche Tipps hat er für seine Nachfolgerin oder seinen Nachfolger?

Erstmal gut in die laufenden rund 25 Planungsprojekte reinkommen und sich mit den dortigen Themen vertraut machen. Eine gemeinsame Einarbeitungszeit ist hier vorgesehen. Dann sollte man sich auf Schwerpunkte konzentrieren. Denn neben Planung von Wohn- und Geschäftsgebieten gehört auch das Abgeben von Stellungnahmen zur Ostküstenleitung oder Festen Fehmarnbelt-Querung sowie anderen externen Planungen, die die Stadt betreffen, dazu.

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Herr Krämer in seinem Büro

Wir wünschen Herrn Krämer für die Zukunft alles Gute und genügend Zeit für „seine Projekte danach“.

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Stadtwappen

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Markt 15
23611 Bad Schwartau

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